Kosten für das Insolvenzverfahren

1. Welche Kosten entstehen beim Insolvenzantrag?

Wenn Sie einen Beratungshilfeschein  haben, entstehen Ihnen für den außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch mit Schuldenbereinigungsplan keine Kosten. Andernfalls vereinbaren wir für meine Tätigkeit Erstellung des Schuldenbereinigungsplans, Anschreiben der Gläubiger, Erteilung der für die Beantragung des Insolvenzverfahrens notwendigen Bescheinigung über das Scheitern des Vergleichsversuchs – eine moderate Gebühr. Eine maximal 30-minütige Erstberatung ist für Sie auf jeden Fall kostenlos.


2. Was ist ein Beratungshilfeschein?

Beziehen Sie nur ein relativ geringes Einkommen oder erhalten Sie Sozialleistungen, kann der außergerichtliche Vergleichsversuch über einen Beratungshilfeschein abgerechnet werden. Das gilt auch für ehemals Selbstständige. Der Beratungshilfeschein ist bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht zu beantragen.


3. Kann ich den Insolvenzantrag selbst stellen?

Den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens können Sie zwar selbst stellen. Bei der Antragstellung müssen Sie jedoch nachweisen, dass Sie innerhalb der letzten sechs Monate erfolglos versucht haben, sich mit den Gläubigern außergerichtlich zu einigen. Die Bescheinigung über das Scheitern Ihres Einigungsversuchs dürfen jedoch nur Rechtsanwälte und die öffentlichen Schuldnerberatungsstellen erteilen.